Wachstum erfolgreich managen

Konsequente Renditeorientierung sichert eigenständige Zukunft

Dynamische Wachstumsphasen sind für die Organisation eines Unternehmens Herausforderung und Chance zugleich. Wachstum bedeutet größer, internationaler, besser. Kann Größe hierbei das alleinige Kriterium sein oder der Umsatz? Der einzig relevante Faktor für unternehmerischen Erfolg ist profitables Wachstum. Damit Wachstumsprojekte dem Unternehmen dauerhaft den gewünschten Erfolg bringen und nicht zur „Falle“ werden, gilt es, alle Bereiche im Unternehmen auf Wachstum vorzubereiten im Sinne von: „Was kann ich zu einem besseren Ergebnis beitragen?“

Überforderung der Organisation vermeiden

Anstatt dass sich der unternehmerische Erfolg, das Ergebnis vor Steuern, in Relation zum Wachstum positiv entwickelt bzw. sich überproportional hierzu steigert und somit Ausdruck für eine gesunde Unternehmensentwicklung ist, erleben wir häufig das Gegenteil: sinkende Renditen im Wachstum. Die Gründe hierzu können vielfältiger Art sein: fehlerhafte Kalkulation, Akzeptanz eines zu niedrigen Verkaufspreises, der Unternehmensgröße nicht angepasste und oft chaotische Strukturen und Prozesse, unrealistische Strategien, mangelnde Weitsicht, fehlende Expertise, schlechtes Projektmanagement, zu komplexe Aufgaben, nicht vorhandene Definition von Erfolg, fehlende Führung.

Konsequente Unternehmensführung als Grundlage

Ein anspruchsvoller Plan allein ist zu wenig zur Realisierung von gesundem Wachstum. Verantwortung übernehmen heißt ehrlich Antwort geben: Die Unternehmensorganisation als Ganzes ist gefordert, die notwendigen Veränderungen für weiteres profitables Wachstum zu definieren und umzusetzen. Hierzu bedarf es einer ehrlichen Standortbestimmung und Selbstanalyse, der Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen bzw. sich weiterzuentwickeln und stetig auf neue Gegebenheiten einzulassen, fundamentalen Wissens, gemeinsamer Orientierung an verbindlichen Werten sowie einer ganzheitlichen Betrachtungsweise der Organisation und all ihrer Einflussfaktoren, der internen Prozesse, des Berichtswesens mit der erforderlichen Transparenz, der durchgängigen Steuerung anhand weniger Erfolgstreiber.

Konsequente Renditeorientierung als Erfolgsgarant

Der Fokus hierbei liegt auf der Steuerung des zwingend zu erwirtschaftenden jährlichen Cashflows zur Realisierung der anspruchsvollen Wachstumsziele, die stets verbunden sind mit hohen Investitionen in Innovation, Forschung und Entwicklung, Maschinen, Anlagen, Personal und Akquisitionen. Das hierzu notwendige Kapital sollte durch eine starke Innenfinanzierungskraft, ein nachhaltig positives Ergebnis, erwirtschaftet werden. Hierzu ist es unabdingbar, konsequent die für das individuelle Geschäftsmodell erforderliche Mindestrendite zu definieren, die in Verbindung mit einer professionellen Kapitalsteuerung einen Cashflow generiert, der geplante Investitionen, erhöhte Kapitalbindungen im Umlaufvermögen (Bestände und Kundenforderungen) sowie Zinsund Tilgungsleistungen abdeckt. Hierzu sind strategiegeleitet und unternehmensweit Maßnahmen zu definieren, planerisch mehrjährig abzubilden und umzusetzen, die diesem einheitlichen Ziel dienen: Dauerhaft Rendite zu erwirtschaften, um als mittelständisches familiengeführtes Unternehmen unabhängig und selbstständig zu sein. Davon profitieren Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Kapitalgeber wie Eigentümer gleichermaßen.

Fazit

Gesundes Wachstum will gemanagt sein, gerade im familiengeführten Mittelstand und in volatilen Zeiten. Wird die Rendite in dynamischen Wachstumsphasen aus den Augen verloren, setzt man als Unternehmer, meist unbewusst, sein ganzes Lebenswerk aufs Spiel: Fehlende Rendite bedeutet nachlassende Innenfinanzierungskraft und somit höhere Verschuldung, die sukzessive die Unabhängigkeit als familiengeführtes Unternehmen gefährdet und in Frage stellt. Und das kann ja nicht wirklich das Ziel von größer, internationaler, besser sein, oder?


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