Auszug aus dem Arbeitgebermagazin 02/15 der KKH Hannover

UNTERNEHMENSBERATER
„Externe Unterstützung“

Der Unternehmensberater Josef X. Baumeister, 50, aus dem oberbayerischen Schongau ist Experte für Nachfolgeregelungen bei Familienunternehmen. Er verfügt über eine langjährige Unternehmer-, Stiftungs- und Bankerfahrung im gehobenen Mittelstand.

Herr Baumeister, ab wann sollte ein Firmeninhaber an eine Übergabe denken?

Mit dem ersten Schritt beginnt man idealerweise um das Lebensalter 50, jedoch ist dies von der individuellen Lebensplanung abhängig. Oft zögert der Unternehmer den Prozess aber bis weit über das 60. Lebensjahr hinaus und ist plötzlich nicht mehr in der Lage, ihn zu gestalten. Dies stellt selbst hervorragend
aufgestellte Unternehmen vor große Herausforderungen.

Wie unterstützen Sie Firmen?

Bei einer vorausschauenden Nachfolge im Mittelstand geht es ja meist um zweierlei: die Rolle als Gesellschafter – sprich: Eigentümer – und die operative Rolle als Geschäftsführer. Da aber jeder Nachfolgeprozess individuell anders ist, hängt auch meine Art der Unterstützung vom Einzelfall ab. Sie reicht vom externen Sparringspartner oder Beirat bis zum Interim-Manager als zusätzliche und stabilisierende Ressource. Mein Anspruch ist es, ein Team zu formen, das eine erfolgreiche Zukunft im Familienunternehmen möglich macht.

Was sind die häufigsten Fehler bei Übergaben?

Oft sind es menschliche Versäumnisse und verpasste Zeitpunkte. Und: Meist konzentrieren sich die Aktionen auf steuerliche oder rechtliche Aspekte. Das „Emotionale“, also die betroffenen Menschen mit ihren Gefühlen und Erwartungen, wird vernachlässigt. Hinzu kommen häufig
Konflikte, die in Gesellschafterfamilien aufbrechen, wenn eine Nachfolgeregelung ansteht. Eine Folge davon: Lediglich rund jedes zehnte Familienunternehmen schafft es in die vierte Generation.

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